Gesellschaft der StaatstheaterFreunde
in Braunschweig e. V.

 

THEATERKREISE

Regelmäßig einmal im Monat, am 2. Dienstag, treffen sich theaterinteressierte Menschen in Theaterkreisen. Bei diesem zwanglosen Zusammensein im Louis-Sphor-Saal im Großen Haus des Staatstheaters werden Mitglieder des Theaters und der Ensembles ‚zum Anfassen’ vorgestellt. Die Veranstaltungen sind auch für Nicht-Mitglieder offen und eintrittsfrei.



NÄCHSTER THEATERKREIS

 
*
 
Terminvorschau: Theaterkreis im November
Dienstag, der 10. November 2026
Thema: Vorstellung neues Personal im Musiktheater sowie Infos zur Inszenierung
"Lorelei"
Gäste: GI Tobias Wolff, Dramaturginnen Marie Julius und Annabell Strobel
  Beginn: 19:00 Uhr


*
Theaterkreis im Dezember
Dienstag, der 08. Dezember 2026
Thema: Weihnachtlicher Theaterkreis
Gäste: Chorleiterin Johanna Motter und Mitgliedern aus dem Chor

  Beginn: 19:00 Uhr



Rückblicke auf die Theaterkreise in der Spielzeit 2026/27

Oktober 2026: Der im Oktober stattgefundene, sehr gut besuchte Theaterkreis fand zum ersten Mal in diesem Jahr im Louis-Spohr-Saal statt. In dieser geschichtsträchtigen und malerischen Kulisse wurden die neuen Ensemblemitglieder und Verantwortlichen aus der Sparte Schauspiel von Moderatorin Theodore Ottinger herzlich willkommen geheißen. Als Gäste waren die Schauspieldirektorin und Regisseurin Antje Thoms, die Dramaturgin Maxi Ratzkowski sowie die Schauspielerinnen und Schauspieler Kathrin Berg, Thomas Mehlhorn, Anna Paula Muth, Jonas Julian Niemann, Natascha Weigang, Paul Wenning sowie Paul Wiesmann zugegen. Diese sind den Staatstheaterfreunden nicht ganz unbekannt, haben sie doch bereits seit dem Spielzeitauftakt in den Premieren Don Quijot, Dieses Stück geht schief, Iphigenies Rache, Playlist Braunschweig und der spartenübergreifenden Produktion Clivia brilliert.



Vorstellungsrunde zum Auftakt
v.l. Theodore Ottinger, Thomas Mehlhorn, Maxi Ratzkowski, Kathrin Berg, Paul Wenning
 (verdeckt Natascha Weigang), Jonas Julian Niemann, Paul Wiesmann,
Antje Thoms und Anna Paula Muth
(Foto: Nerlich)


Theodore Ottinger führte versiert durch diesen äußerst informativen und lockeren Abend. Eine Vorstellungsrunde bildete dabei den Auftakt. Schnell wurde deutlich, dass sich die neuen Ensemblemitglieder untereinander bereits seit einigen Jahren durch ihre Zusammenarbeit mit Antje Thoms und Maxi Ratzkowski in Regensburg oder Göttingen kennen. 

Der in Berlin geborene und im Ruhrgebiet aufgewachsene Jonas Julian Niemann hat sein Schauspielstudium an der Zürcher Hochschule der Künste abgeschlossen und arbeitet seit vier Jahren als Schauspieler und Hörbuchsprecher. Zusammen mit Paul Wiesmann begeistert er aktuell die Zuschauerinnen und Zuschauer mit dem modern interpretierten Klassiker Don Quijot. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit, die sich aus einem Vorsprechen ergeben hat, wie er uns berichtete.



v.l.: Natascha Weigang, Kathrin Berg, Jonas Julian Niemann
(Foto: Herrmann)

 

Paul Wiesmann ist in Stuttgart geboren, verbrachte aber seine Kindheit in Leipzig. Er studierte zunächst Politikwissenschaften, entschied sich dann doch für das Schauspielstudium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Anschließend war er festes Ensemblemitglied am Staatstheater Regensburg. Dort wurde er mit dem Förderpreis der Theaterfreunde Regensburg ausgezeichnet.

Natascha Weigang wurde ebenfalls mit dem Regensburger Nachwuchsförderpreis geehrt. Sie wirkte bereits während ihres Studiums an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater in Produktionen des Thalia Theaters in Hamburg mit. Nach einem Gastengagement im Erzgebirge und ihrer Zeit am Theater Regensburg ist sie nun festes Ensemblemitglied am Staatstheater Braunschweig und begeistert aktuell Braunschweiger Schulklassen mit dem mobilen Theaterstück 3 Helden: Stand. Land. Traum in ihrer Rolle als Referendarin Jessica.

Nach einer Ausbildung zur Augenoptikerin und einem sich anschließenden Studium der Literatur- und Kulturwissenschaften absolvierte Kathrin Berg ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main. Bereits während dieser Zeit war sie auf diversen Bühnen, beispielsweise am Stadttheater Gießen und am Staatstheater Wiesbaden zu sehen. Wir freuen uns, sie in der baldigen Premiere des Schauspiels Eine Seele von Mensch aus der Feder von Lutz Hübner und Sandra Nemitz zu sehen.

Thomas Mehlhorn hat sich dem Braunschweiger Publikum bereits durch Dieses Stück geht schief und Playlist Brauschweig vorgestellt. Spontan auf Nachfrage stellte er für die Staatstheaterfreunde eine Kostprobe aus „Dieses Stück geht schief“ vor. Auf die Frage, wie man an die Proben zu so einem auf das genaue Timing ankommende Stück herangeht, erläuterte der Schauspieler: „Es ist genauso, als ob man ein kompliziertes Musikstück einstudieren würde.“ Thomas Mehlhorn ist durch seine Rollen im Tatort oder Großstadtrevier bekannt. Nach seinem Schauspielstudium an der Theaterhochschule Hans Otto in Leipzig hat er deutschlandweit auf zahlreichen Bühnen gespielt. Zudem war er als Dozent an der Schule für Schauspiel in Hamburg tätig.



Thomas Mehlhorn gibt eine Kostprobe aus
"Dieses Stück geht schief"
(Foto: Herrmann)


 

Anna Paula Muth ist aktuell in Iphigenies Rache im Aquarium zu sehen. Dieses Stück erreicht junge Leute insbesondere durch seine zeitgemäße Zugänglichkeit dieses schweren Stoffes. Die Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes absolvierte ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und war die letzten fünf Jahre festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater in Göttingen. Zudem ist sie freiberuflich am Theater Bonn und Theater Regensburg tätig.
 
Paul Wenning begeistert das Braunschweiger Publikum gegenwärtig in seiner Rolle des Bediensteten Perkins in der Komödie Das Stück geht schief. In seiner langen Laufbahn als Schauspieler kann er auf eine beachtliche Bühnenerfahrung zurückblicken. So führte ihn seine Karriere u.a. an das Thalia Theater Hamburg, die Freie Volksbühne Berlin, das TAT Frankfurt sowie an das Deutsche Theater in Göttingen, an dem er sechzehn Jahre lang wirkte. Paul Wenning hat mit zahlreichen überaus renommierten Regisseurinnen und Regisseuren zusammengearbeitet, u.a. mit Antje Thoms, die er aus seiner Göttinger Zeit kennt.



v.l: Theodore Ottinger, Maxi Ratzkowski, Anna Paula Muth, Paul Wiesmann
Antje Thoms, Thomas Mehlhorn, Paul Wenning

(Foto: Nerlich)

Die Schauspieldirektorin Antje Thoms berichtete, dass sie seit etlichen Jahren sehr gut mit dem Staatstheater Braunschweig und der damaligen Generalintendantin Frau Schlingmann vernetzt ist. So führte sie beispielsweise in der Spielzeit 2017/2018 Regie in dem Familienstück Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, Die Kinder (2019) und Das letzte Leuchten (2022). Aus dieser Zeit kennt sie noch viele Personen auf und hinter der Bühne, was den Einstand hier in Braunschweig als Schauspieldirektorin erleichterte. Antje Thoms ist seit 2003 deutschlandweit an zahlreichen Theatern als freischaffende Regisseurin tätig. Sie ist für ihre für alle Generationen zugänglichen Theaterinszenierungen, vom Klassiker bis hin zur Gegenwartsliteratur, bekannt. Für ihre wertvolle und richtungsweisende Arbeit am Deutschen Theater in Göttingen während der Corona-Pandemie wurde sie mit dem wichtigsten deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet. 

Seit dieser Spielzeit ist Maxi Ratzkowski geschäftsführende Dramaturgin und stellvertretende Schauspieldirektorin am Staatstheater Braunschweig. Sie studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien und war im Anschluss daran als leitende Dramaturgin am Theater Plauen-Zwickau und am Staatstheater Regensburg tätig. In den vergangenen Jahren bekleidete sie eine Gastdozentur im Fach Dramaturgie an der Akademie für Darstellende Kunst Bayern. Neben diesen wichtigsten biografischen Fakten zum Werdegang erfuhren die Staatstheaterfreunde zudem, wie sich die Eingewöhnung in die neue Region Braunschweig und die damit verbundene Wohnungssuche gestaltete. Alle waren sich einig, dass Onlinebesichtigungen nicht zu empfehlen sind. Auch von der angenehmen und netten Aufnahme in das bereits bestehende Ensemble wurde berichtet. Zudem erhielten die Staatstheaterfreunde einen Einblick in die Herausforderungen der aktuellen Produktionen.




v.l.: Theodore Ottinger, Thomas Mehlhorn, Maxi Ratzkowski, Paul Wenning, Paul Wiesmann,
 Antje Thoms, Anna Paula Muth im Gespräch mit dem Publikum

(Foto: Herrmann)


Fragen aus dem Plenum zum Repertoiretheater, dem Bildungsauftrag des Theaters sowie zum Umgang mit kritischen Stimmen wurden von den Gästen aus den unterschiedlichsten Perspektiven ausführlich beantwortet. Mit der Überreichung der Staatstheater-Kunstdrucke durch den Ersten Vorsitzenden Tobias Henkel neigte sich dieser aufschlussreiche Theaterkreis dem Ende zu mit großer Vorfreude auf die aktuellen und kommenden Produktionen.

Text:
Dr. Inger Lison
  




September 2026: Im September konnte Moderator Axel Goerlt den Tanzdirektor Gregor Zöllig, die Tanz-Dramaturgin Ira Goldbecher und neue Tänzerinnen / Tänzer begrüßen.

 

 


von links nach rechts: Marine Sanchez Egasse, Dimitra Kasiola, Gregor Zöllig,
Ira Goldbecher, Inoru Toda, Franky Drousioti (sitzend) , Axel Goerlt, Caterina Cerolini, Pau Barreda

(Foto: Höppner)

 
Die Tänzerinnen und Tänzer stellten sich und ihren Werdegang zum Tanz vor. Die Leidenschaft lässt sich besonders zeigen an Inoru Toda. Inoru surfte gern und spielte Basketball bevor er sich mit 20 Jahren dem Tanz verschrieb. Marine Sanchez Egasse musste den Rückschlag einer größeren Verletzung überwinden, befürchtete einen anderen Beruf ausüben zu müssen und arbeitete sich Stück für Stück auf die Tanzbühne zurück. Franky Drousioti kam eigens zum Vortanzen unter Überwindung besonderen Wetterverhältnisse aus Australien nach Braunschweig angereist, um seinen Traum vom Tanzen umsetzen zu können.

Die Theaterfreunde erfuhren, dass sich zum Vortanzen in Braunschweig über 1.000 Tänzerinnen und Tänzer bewarben. Das aktuelle Ensemble umfasst 18 Tänzerinnen und Tänzer. Mit der Tanzleitung sind es 22 Personen aus 15 Nationen, die sich allesamt sehr gut verstehen und drückt sich in folgendem Zitat besonders aus:
 
„Man kann gut miteinander auskommen, wenn man will“.
(Gregor Zöllig, Tanzdirektor)
 
Nach der Vorstellung der einzelnen Gäste bekamen die Theaterfreunde noch einen Einblick in die kommende Tanzproduktion „Romeo und Julia“, die am 30. Oktober Premiere feiert.
 
Moderator Axel Goerlt führte durch einen äußert interessanten und abwechslungsreichen Theaterkreis.
 
Text:
Silke Herrmann



 September 2026: Die Theaterfreunde sind auch beim Theaterfest vertreten:



Die Vorstände Dr. Thies Vogel, Andrea Nerlich und Dr. Jörg Höppner vor dem diesjährigen Verkaufswagen.
(Foto: privat)



Informationen zu früheren Theaterkreisen (abgeschlossene Spielzeiten) finden Sie im
Archiv – teilweise auch mit weiteren Bildern.